Achtung Spoiler !

Nicht weiterlesen, wer die letzte Folge von “The Mandalorian“ Season 2, EP8 noch nicht gesehen hat.

 

Jetzt ist gut eine Woche vergangen, nachdem die zweite Staffel von The Mandalorian zu Ende gegangen ist. Wie die meisten Fans, bin auch ich mit dem Erfolg und dem Verlauf der Serie sehr zufrieden, wenngleich es auch einige Kritikpunkte gibt. Diese betreffen weniger die Logig des Plotts oder Inhaltliche Details. Das überlasse ich gerne den Hardcore Fans, die wirklich über jeden noch so winzigen Aspekt bescheid wissen.
Als Autor weiss ich, dass es unmöglich ist, eine fiktive Geschichte zu schreiben, die völlig frei ist von Logigfehlern. Warum also das Unmögliche versuchen und sich dabei verrückt machen, oder sich an Dingen aufzureiben, die niemals alle Fans zufriedenstellen können.
Was kann man also tun, um zumindest den größten Teil der Fanbase glücklich zu stimmen?
Man muss gute Dramaturgie abliefern. Und das ist den Machern der Serie durchaus gelungen, bis auf einige Kleinigkeiten, die wohl nur mich und jene Fans stören, die sich auch für Unterhaltung abseits von Fanatsy, SF, Syfi, Science Fiction und Spaceopera begeistern. Das mag sowohl Literatur als auch Filme betreffen, bei denen Stil und Dramaturgei eine grosse Rolle spielen. Eine perfekte Dramaturgie, begeistert jeden Zuseher. Auf diese Weise kann man also Alle erreichen. Das imperium schlägt zurück, ist eine Referenzmarke dabei. Hier hat man dramaturgisch alles richtig gemacht. Ein Beispiel ist Folge 7, der 2. Staffel von the Mandalorian. Der Kampf auf dem Truck ist ein Meisterwerk an Martial Arts. Da stimmt der Ablauf, der Schnitt, die Action – Alles!
Bei episode 8, der Staffel, als Luke die Dark-Troopers auseinandernimmt, fehlt mir das etwas. Der Kampf wirkt etwas dröge und mir kommt es vor, als hätte der Regieseur ganz und gar auf die Präsenz von Luke gezählt, um sich enige Nachlässigkeiten erlauben zu können. Das trifft auch auf die Musik zu, die diese Szene untermalt und sowohl zu Beginn als auch am Schluss ihre Aufgabe perfekt meistert. zwischendrin jedoch sackt sie ab, verliert ihren treibenden, geheimnisvollen Ton und sabotiert ihre Dramatik selbst.
Das sind die Hauptkritikpunkte an der Serie. Und mir ist klar, dass ich hier auf hohem Niveau jammere. Aber sie vermiesen mir hier und da das Vergnügen und eigentlich wäre es für die Macher nur eine Kleinigkeit, etwas mehr Wert auf diese Details zu legen.
Was meine ich also genau.
Eventuell kann ich das duch die Post-Credit Szene verdeutlichen. Hier stimmt alles. Der Schnitt, die dramaturgei und die Musik. Gerade die letzten zehn Sekunden, in denen eigentlich nicht mehr viel passiert (ausser, dass sich Boba auf den Thron setzt, Fennek neben ihm auf der Lehne Platz nimmt und sich die Kamera entfernt) strahlen eine derarige Dynamik und Bedrohung aus, dass ich nicht müde werde, sie mir immer wieder anzusehen.

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