Als ich Solo im Kino sah, gab es nur wenig, das mir nicht gefallen hat. Am wenigsten konnte ich den großen Angriff, den die Fanbase gegen Alden Ehrenreich gefahren hat, nicht begreifen. Hauptsächlich schien es darum zu gehen, dass das Gesicht des Darstellers nicht in das Weltbild der Hardcorefans passte. Mir schien es, als erwarteten die Leute, einen Film mit Harrison Ford, der jedoch immer wieder, seine Abneigung gegen die Rolle formulierte, bis er seiner Selbst untreu wurde, und in The Rise of Skywalker erneut den beliebten Schurken verkörperte. Oder erwartete man, eine art Deep Fake Auftritt eines digital verjüngten Solo, wie zuletzt bei Luke Skywalker in The Mandalorian. Es ist nicht das erste Mal, das ich bemerke, wie wenig es etlichen Fans um die Dramaturgie eines Star Wars Filmes geht. Offenbar will man nur Altes widersehen ungeachtet dessen, ob es dann auch gut auf der Leinwand wirkt. Offenbar hat Disney Probleme gehabt, den Anspruch Neues zu erschaffen und Bekanntes nicht zu vergessen. So ist Disney durch das neue Terrain getorkelt, bis langsam ein Gleichgewicht gefunden wurde. In The Mandalorian gab es dann einen ersten Kompromis, der zudem auf breite Zustimmung traf.

Bei Solo – A Star Wars Story, traten die dramturgischen Probleme deutlich zu tage. Verursacht durch die Verunsicherung auf Seiten der Produzenten, Autoren und Regiseure, die sich zum ersten Mal mit einem möglichen Misserfolg des Streifens und katastrophalen Konsequenzen für das gesamte Franchise konfrontiert sahen.

Dennoch. Eine derart hasserfüllte Ablehnung des Filmes kann ich nicht verstehen. Er hat grossartige Momente, die ich gerne immer wider ansehe. Einem zeitenTeil wäre ich nicht abgeneigt. Nur mit der Musik kann ich nicht ganz warm werden, was auch bei The Mandalorian ein Punkt ist, der mich stört. Was also die Bedeutung von Musik in Star Wars angeht, darüber will ich ein Andermal bloggen.