Fakten und Stuss

Fakten und Stuss

Jeder Autor muss sich mit den Reaktionen auf seine Texte auseinandersetzen. Die Bandbreite der Reaktionen reicht von irrwitzigen Lobhudeleien, bis hin zu derber Kritik, die Hinweis auf ein gestörtes Selbstwertgefühl sein kann . Die Wahrheit wird – um eine Floskel zu bedienen – irgendwo dazwischen liegen.

Natürlich hört man Lob sehr gerne, doch ein all zu dick aufgetragenes Lob hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack. Entweder habe ich das Limit erreicht und kann mich nicht mehr steigern oder der Leser ist einfach zu unkritisch oder hat die Geschichte einfach nur überflogen, ohne sich Gedanken zu machen. Denn mal ganz ehrlich; zu verbessern gibt es immer etwas. Auch große, bekannte Autoren sind nicht perfekt und nicht immer hat der Lektor gute Arbeit geleistet. Ich mag sachliches Lob, das hier und da auch Anregungen enthält und mir zeigt, dass sich der Leser mit dem Buch und der Geschichte auseinandergesetzt hat. Auf diese Art wird man motiviert sich zu steigern, vorausgesetzt, man gehört als Autor nicht zu den Mimosen, die Kritik als persönliche Beleidigung empfinden. Konstruktive Kritik ist, neben dem Korrektorat, der tiefere Sinn eines guten Lektors, der das Buch, oder die Idee dahinter nicht torpedieren, sondern aufbauen möchte.

Dann gibt es auch die verstörend, derbe Kritik, die oft unsachlich, subjektiv und unausgewogen ist. Jemand kiritsierte beispielsweise, dass etliche der Bände meiner Geschichte mit Cliffhangern enden. Da Nomads und Nomads-Legacy als Epos mit je ca. 12 Bänden angelegt ist, wird nicht gleich im ersten Buch alles erklärt. Das mögliche Ende wird weder skizziert und andeutungsweise vorweggenommen. Ich frage mich wer das überhaupt will?! Cliffhanger sind kein Makel, sondern ein Stilmittel. Manchmal bemängeln es Leser, ich stelle oft Personen vor, mit denen es meine Hauptpersonen einmal zu tun hatten und es wäre passend zu erklären wer diese Leute sind. Das tue ich zwar, aber meiner Meinung nach genügt es zu erklären, dass sich die Wege dieser Protagonisten einmal gekreuzt haben. Ich will an der Stelle nicht lang und breit erklären müssen, was die Umstände dieser Begegnungen war. Vieles wird einfach später erklärt, um ein Aha-Erlebnis zu erzeugen. Oft hat der überkritische Leser grundlegende Dinge nicht begriffen, auch wenn er anhand der Nummerierung feststellen kann dass er gerade Band Nummer Eins von Zwölf in Händen hält. Naturgemäß werden hierbei Rätsel aufgeben und Personen vorgestellt, die erst nach und nach mit Leben und Vergangenheit gefüllt werden. Hinzu kommen unqualifizierte Bemerkungen über den Handlungsverlauf oder die Protagonisten. Oft sind das Äusserungen die mir zeigen, dass jemand beim Lesen seinen Verstand nicht eingeschaltet hat oder Stereotypen gewohnt ist, die er auch bei Nomads wiedersehen möchte. Nomads ist voller Wendungen und vielschichtiger Charaktere. Oft werden größere Zusammenhänge und Hintergründe in Bemerkungen oder scheinbaren Nebensächlichkeiten erwähnt. Daher glaube ich, dass jene kritischen Geister einfach nur hastige Konsumenten sind, ohne Mut sich ernsthaft auf einen Text einzulassen. Bezeichnend ist, dass man mit ihnen nicht ins Gespräch kommen kann. Emails bleiben unbeantwortet, was den Verdacht in mir nährt, dass es diesen Leuten nur darum geht, Frust abzubauen. Für die schreibe ich auch nicht. Nicht mein Publikum.

Eine weitere Erfahrung, die mich bitter getroffen hat, war, dass sich ein Kollege, dem auch ein Verlag gehört, mit Negativkommentaren bemerkbar machte. Offenbar um Schaden anzurichten. Wer Autor sein will, muss auch damit rechnen. Nicht alle Kollegen sind nette Menschen.

Merke. Auf jede negativ Kritik, folgen 3 oder 4 positive Wortmeldungen. Man kann sich also unter den vielen subjektiven Meinungen diejenige herausnehmen, die einem gerade gelegen kommt. Also ist es ratsam, seine Zeit nicht mit Leuten verschwenden, die sowieso kein Interesse an Euren Büchern haben.

Allan Stark

Allan Joel Stark, wurde 1968 in New York geboren, lebt aber seit dem 5. Lebensjahr in München. Zeichner, Maler, Schreiber, phantasiebegabter Wanderer, zwischen den Welten. Schon früh fiel er seinen Freunden durch diese Eigenschaften auf. Die Erschaffung seines NOMADS Kosmos, scheint geradezu vorherbestimmt. Starks künstlerische Fähigkeiten, bereichern diesen Kosmos, dessen Grundlagen er schon in frühen Jugendjahren gelegt hat. In den Jahren zwischen 1988 und 2010, lebte er gewissermaßen aus dem Koffer und suchte das Abenteuer auf verscheidenen Kontinenten. Ein ereignisreiches Jahr in Tansania prägte seine Sicht auf archaische Gesellschaften und deren spirituellen, bzw. kulturellen Reichtum. Armut und Reichtum, gepaart mit der Südseeidylle auf den Philipien, hinterließen bei ihm einen nachhaltigen Eindruck. Die USA durchreiste er einige Male und lernte die Unterscheidlichkeit der einzelnen Bundesstaaten und ihrer Bewohner kennen. Die Erfahrungen aus jener Zeit, fliessen in seine Texte ein und sind Inspirationsquelle für fremde, ausserirdische Kulturen, die er in seinen Romanen beschreibt. "Ich habe die Welt als einen dynamischen Kosmos erlebt, in dem alles miteinander verbunden ist, voneinander schöpft und sich beeinflusst. Nichts bleibt ohne Ausgleich. Ein geschlossenes System, in dem alle unsere Taten auf uns zurückfallen." A.J. Stark ist erfolgreicher Selfpublisher, arbeitet aber auch mit verschiedenen Verlagen zusammen, bei denen er seine Romane veröffentlcht. Sein Genre ist die Spaceopera, in die etliche Fantasy Elemente einflißen und in dem er seine künstlerische Freiheit am besten ausleben kann. Als Künstler bestritt er mehrere Ausstellungen und verkaufte seine Bilder über verscheidenen Galerien. Er illustriert die meisten seiner Bücher selbst.

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